Aktuelles


Ernst und Manfred Heimes bei der Buchvorstellung 2016

„Ernst Heimes ist ein großartiger Vorleser, an diesem Abend merkt man, dass der Text noch ganz frisch ist, er musste erst hineinschlüpfen, wie in einen Schuh, Zeile für Zeile lief er ihn ein und riss mehr und mehr mit, seine Figuren gewannen mehr und mehr Kontur, wurden plastisch in ihrer Verwundbarkeit, ihrem Eigensinn, der Strudel um sie herum wurde stärker und stärker." - Thomas Krämer, Mitteilungsblatt Untermosel -

Auf dieser Seite informiere ich Sie über meine aktuelle Arbeit.


Bevor das Vergessen beginnt
Neues Buch über das KZ-Außenlager Cochem erscheint zur
Frankfurter Buchmesse 2019

Das war bisher ein sehr hartes schriftstellerisches Jahr für mich. Deshalb will ich Anfang September erst einmal wieder in meine zweite Heimat an der Nordsee verschwinden. Diesmal aber nicht zur Schreibklausur, sondern zur Erholung im Rhytmus der Gezeiten.

Erst im März dieses Jahres erschien die überarbeitete Ausgabe meines Buches Ich habe immer nur den Zaun gesehen, an der ich bis Anfang Februar gearbeitet habe, und ich freue mich über das große Publikumsinteresse, das ich erfahren darf.

Jetzt, Anfang August 2019, ist auch das Manuskript zu meinem nächsten Buch abgeschlossen, das unter dem Titel Bevor das Vergessen beginnt meine "Nachermittlungen" über das KZ-Außenlager Cochem beinhaltet. Neben neu gewonnenen Einsichten und Erkenntnissen aus meiner Recherche, möchte ich den Leser an meinen persönlichen Begegnungen mit Zeitzeugen - Tätern, Opfern und Zuschauern - und deren Sichtweisen teilnehmen lassen.

Dabei richte ich in einem Teil des Buches meinen Blick intensiv auf einen der Täter. SS-Obersturmführer Walter Scheffe, einer der Führer der beiden Konzentrationslager in Bruttig und Treis an der Mosel, wurde vom französischen Militärgericht zum Tode verurteilt. Erst kurz vor dem Hinrichtungstermin erfuhr er von seiner Begnadigung. Aber wie sah seine in Zwangsarbeit umgewandelte Strafe im Wittlicher Kriegsverbrecher-Gefängnis tatsächlich aus? Wie gestaltete sich sein Leben nach seiner Haftentlassung? Wie erging es seiner Familie mit dem Wissen, dass der Sohn, Ehemann, Vater und Großvater ein verurteilter Kriegsverbrecher ist?

Im Kapitel "Bruttiger Begegnungen" erzählen Ortskundige und Zeitzeugen von bisher völlig unbekannten Vorgängen im und um das KZ-Außenlager und fordern mit ihrem Wissen und ihrer Erinnerung zur Neubewertung mancher historisch belegten Vorgänge auf. Zum Beispiel der Hinrichtung von Häftlingen am 20. Juni 1944.

Mehr als 70 historische sowie zeitgenössische Abbildungen und Fotografien illustrieren die im Buch beschriebenen Ereignisse und Vorgäng des Jahres 1944 und danach. Auch wird die lange Zeit des Schweigens und Verschweigens, die bis heute immer noch nicht wirklich durchbrochen zur sein scheint, ins Licht gerückt. Denn mit Maßnahmen öffentlicher Erinnerung und des Gedenkens an die Opfer tun sich viele immernoch schwer. Aber lesen Sie bald selbst!

Das Buch wird voraussichtlich ab Mitte Oktober 2019 überall im Buchhandel und natürlich in meiner Koblenzer Buchhandlung erhältlich sein. Ich bin sicher, meine "Nachermittlungen" werden Ihnen noch einmal eine völlig neue Sicht auf die Vorgänge um das KZ-Außenlager Cochem und die darauf folgenden 75 Jahre bis heute gewähren.


Ich habe immer nur den Zaun gesehen
Überarbeitete und erweiterte Neuausgabe ist im März 2019 erschienen!

Das nun endlich wieder vorliegende Buch ist das Standardwerk zum KZ-Außenlager Cochem mit den Lagern in Bruttig und Treis. Die Erstausgabe erschien 1992. Sie informierte erstmals umfassend über die Mosellager und erinnerte an ein fast vergessenes Kapitel der regionalen Geschichte.

Obwohl es in früheren Neuauflagen des Buches auch immer wieder kleinere textliche und inhaltliche Veränderungen und Korrekturen gegeben hat, war es jetzt an der Zeit, den Text und die Gestaltung des Buches komplett zu überarbeiten und zu ergänzen. Ein Kapitel wurde stark gekürzt, da es mir nicht mehr zeitgemäß erschien. Viele Passagen wurden erweitert, umgestaltet, aktualisiert und sprachlich angepasst. Fotografien wurden hinzugefügt. Die Skizzen der Lager Bruttig und Treis mussten neueren Erkenntnissen entsprechend korrigiert werden. Schriftsatz und Typographie wurden verbessert. Das Buch wurde um zwei Kapitel erweitert und mit zusätzlichen Fotografien ausgestaltet. Bei allen Änderungen bin ich so behutsam wie möglich vorgegangen, um den Duktus des Buches zu erhalten. So dokumentiert auch diese Neuausgabe nicht nur die Ereignisse um das KZ-Außenlager Cochem im Jahr 1944, sondern zeigt ebenso die schwierigen Bedingungen meiner Recherche in den Jahren 1985 bis 1992. Sie demonstriert die Haltung meiner Gesprächspartner sowie die gesellschaftlichen und politischen Reaktionen jener Jahre.

Die Notwendigkeit, durch Bücher wie das vorliegende, an die Schrecken der NS-Zeit zu erinnern und diese bewusst zu machen, dauert fort. Vor genau 75 Jahren wurden die Konzentrationslager in den Ortschaften Bruttig und Treis errichtet. Ein halbes Jahr später, im September 1944, mussten sie aufgrund von Kriegseinwirkungen wieder aufgegeben werden. Während dieser Zeit waren die Häftlinge den erbarmungslosen Quälereien ihrer Peiniger ausgesetzt. Viele fanden in den Mosellagern den Tod. Für die Überlebenden gingen die Leiden in anderen Konzentrationslagern weiter.

Für die heutigen Bewohner der Moselregion und darüber hinaus könnte dieses halbe Jahr des Schreckens eine Mahnung sein, Neonazismus, Rassismus und Ausgrenzung nie wieder zuzulassen. Mehr noch, eine Verpflichtung sollte es sein.

270 Seiten mit mit Plänen, Dokumenten, Fotografien. Preis: 14,90 €

 

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Impressionen vom Ortsrundgang und der anschließenden Buchvorstellung im Feuerwehrhaus der Gemeinde Bruttig-Fankel am 13. April 2019


„Das NS-Unrecht der Vergessenheit entreißen“

Dieter Junker (Rhein-Zeitung) über meine Arbeit zum KZ Außenlager Cochem

rz-Artikel von Dieter Junker „Das NS-Unrecht der Vergessenheit entreißen“RZ-Mitarbeiter Dieter Junker schreibt: „Die Erinnerung an das ehemalige KZ-Außenlager Cochem soll künftig stärker ins öffentliche Bewusstsein gebracht werden. Das will eine Initiative erreichen, die derzeit dabei ist, eine umfassende Gedenkarbeit zu entwickeln. Mit Unterstützung von Land, Kommunen, Wissenschaft und Zeitzeugen. Einer, der sich schon seit Jahrzehnten mit der Geschichte und den Schrecken dieses Lagers beschäftigt, ist Ernst Heimes. Sein Buch „Ich habe immer nur den Zaun gesehen. Suche nach dem KZ-Außenlager Cochem“, das vor 25 Jahren erschien, sorgte damals für große Aufregung.“ …

Bald gibt es von diesem Buch eine Neuausgabe.

Siehe RZ-Artikel (Dieter Junker) vom 04.09.2018: „Das NS-Unrecht der Vergessenheit entreißen“

 

 


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