Buchvorstellung Mirjam Ghettokind in Koblenz


Buchvorstellung Mirjam Ghettokind

Die Zusammenarbeit des Löfer Schriftstellers, Kabarettisten und Buchhändlers Ernst Heimes mit dem Koblenzer Jugendtheater geht schon auf das Jahr 2005 zurück.

Damals spielte die Truppe in der Kulturfabrik mit großem Erfolg das Schauspiel „Schatten von Menschen“, von Ernst Heimes auf Grundlage seines Romans „Schattenmenschen“ erarbeitet. Im Jahre 2008 kam der damalige Leiter des Jugendtheaters, Dieter Servatius, erneut auf Heimes zu. Er wünschte sich ein weiteres Stück zum Thema Nationalsozialismus, das im Ghetto Theresienstadt spielt und die dort über 50 mal aufgeführte Kinderoper „Brundibar“ von Hans Krása (Musik) und Adolf Hoffmeister (Text) einbeziehen sollte. Das Ergebnis war das Theaterstück „Mirjam Ghettokind“, das in diesem Sommer unter der Regie von Axel Hinz im Innenhof des Forts Konstantin gespielt wurde, in einer Kulisse also, die der der Festungsstadt Theresienstadt sehr ähnlich ist.

Jetzt ist der Text des Theaterstücks als Buch erschienen, ergänzt durch ein Nachwort, ein Glossar und durch Fotos, die Ernst Heimes vor Ort in Terezin 2008 aufgenommen hat. Am 27. September wurde das Buch auf Einladung der Stadt Koblenz und der Buchhandlung Heimes im Haus Metternich in Koblenz vorgestellt, und eine große Schar von Zuhörerinnen und Zuhörern erlebte einen ebenso spannenden wie berührenden Abend.

Buchhändlerin Dorothee Mendner begrüßte, die Einführung ins Buch übernahm Dr. Volkhard Brandes, Verleger des Frankfurter Brandes & Apsel Verlages, zur Entstehung und Umsetzung des Stückes sprach dann Hans- Werner Schaab, Leiter des Koblenzer Jugendtheaters. Was folgte, war eine mitreißende Lesung aus dem Stück durch den Autor. Wer Ernst Heimes kennt, der weiß, dass er ein begnadeter Vortragender ist, seine Stimme brachte vom Donnern bis zum Flüstern die Dialoge zu einer äußerst dichten Präsenz, bis an die eigene Haut heran. Dazu kamen die Lieder aus Theresienstadt, die israelische Musikerin Odelia Lazar gab ihnen ihre Stimme und grüßte zum Abschluss Autor und Publikum von ihrem Onkel, dem es gelungen war, jenen schrecklichen Ort zu überleben. Es war ganz still im Saal in diesem Moment, später dann, nach dem Applaus, gab es Gelegenheit, miteinander ins Gespräch zu kommen, natürlich auch Bücher zu kaufen und sie sich signieren zu lassen. Bei einem guten Glas Wein aus dem Gondorfer Weingut Gerlachs Mühle ließ es sich bestens diskutieren.

Blick aktuellWorum geht es in dem Buch? Mirjam Ghettokind dramatisiert den Leidensweg der jüdischen Familie Wolf und ihrer Tochter Mirjam nach Theresienstadt. Als im Vorzeigeghetto der Nazis Musik- wie Theateraufführungen erlaubt werden, gehört Mirjam zu denen, die die Kinderoper „Brundibár“ aufführen – ein Hoffnungsschimmer für die Mitspielenden. Eine Kommission des Internationalen Roten Kreuzes erkennt während einer Besichtigung nicht die Täuschung. Die Nazis präsentieren eine herausgeputzte Stadt und die Kinderoper. Die Kommission ist vom Theresienstädter Kulturleben begeistert. Für die dort lebenden Juden aber kehren die Schrecken des Alltags zurück, rückt die Deportation nach Auschwitz näher. Doch Mirjam kämpft um ihr Überleben… Ein Theaterstück in Buchform lesen? Aber sicher. Das Stück liest sich genau so spannend wie ein Roman, es eignet sich als Schullektüre so wie für Erwachsene, kalt lassen jedenfalls wird es niemanden. Es hat 111 Seiten, die ISBN 978-386099-712-3, ist erschienen im Brandes & Apsel-Verlag, Frankfurt und kostet € 11,90.

Thomas Krämer

 

• Der Artikel erschien im Mitteilungsblatt der VG Untermosel am 08.10.2011 und steht als Download komplett zur Verfügung.

• Im Blick aktuell erschien am 15.10.2011 in der Koblenzer Ausgabe ebenfalls ein Presseartikel zur Buchvorstellung.

 

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